Das Deckblatt ist die umstrittenste Seite der Bewerbung. Manche schwören drauf, andere finden es Zeitverschwendung – Personaler sind sich nicht einig.
Was stimmt?
Ein Deckblatt ist optional. Keine Pflicht, kein Muss. Ob es dir hilft oder schadet, hängt davon ab, wie du es machst. Ein gut gemachtes Deckblatt wertet auf. Ein schlechtes schadet mehr, als wenn du es einfach weglässt.
Kurz gesagt
- Das Deckblatt ist optional, keine Pflicht
- Vorteile: Optischer Hingucker, Platz fürs Foto, schneller Überblick
- Nachteile: Kann überladen wirken, vergrößert die Datei
- Reihenfolge: Anschreiben > Deckblatt > Lebenslauf > Zeugnisse
- Wichtig: Ein schlechtes Deckblatt schadet mehr als kein Deckblatt
Kostenlose Deckblatt-Vorlagen zum Download als Word-Datei
Die Trends für 2026 gehen in Richtung Minimalismus und Funktionalität. Klare Linien, gut lesbare Schriften und dezente Farbakzente liegen im Trend. Vermeide überladene Designs oder zu viele verschiedene Schriftarten. Weniger ist oft mehr! Wir stellen dir in jeder Word-Datei das Deckblatt in mehreren Farben zur Verfügung. Wähle einfach, was am besten zu dir und deiner angestrebten Position passt.

Modern & Strukturiert
So personalisierst du deine Deckblatt-Vorlage in Word
- Entscheide dich für eine der Vorlagen und lade das Word Dokument herunter.
- Viele der Templates haben verschiedene Farb-Variationen, aus denen du zusätzlich wählen kannst.
- Lösche alle Seiten, die du nicht verwendest.
- Klicke auf die Textboxen und ändere deinen Namen, die Position für die du dich bewirbst, und deine Kontaktdaten.
- Füge gerne an einer freien Stelle noch eine Textbox ein, in der du die Beilagen deiner Bewerbung auflistest: Bewerbungsschreiben, Lebenslauf, und etwaige Dienstzeugnisse
- Doppelklick auf das Beispielfoto
- Im Tab ‚Bildtools Format‘ findest du die Option ‚Bild ändern‘
- Wähle dein Foto aus und klicke auf ‚Einfügen‘ – fertig!
- Speicher das Deckblatt am besten als pdf, damit du es deiner digital Bewerbungsmappe beifügen kannst.
- Vergiss nicht, vor dem Speichern die erste Seite (mit der Anleitung zum Personalisieren) zu löschen.
Keine Sorge wegen Urheberrechten: Für deine Bewerbung kannst du das Deckblatt
Was ist ein Deckblatt überhaupt?

Eine zusätzliche Seite zwischen Anschreiben und Lebenslauf. Drauf steht:
- Überschrift ("Bewerbung als Marketing Manager")
- Dein Name
- Ein großes Bewerbungsfoto
- Kontaktdaten
- Optional: Wann du anfangen kannst
Anders als das Anschreiben: Kein Fließtext. Eine visuelle Zusammenfassung. Ein Cover für deine Bewerbung.
Ist ein Deckblatt notwendig?
Klare Antwort: Nein.
Eine vollständige Bewerbung besteht aus Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen. Das Deckblatt ist extra. Keine Stellenausschreibung fordert es. Keine Bewerbung wird abgelehnt, weil das Deckblatt fehlt.
Recruiter sehen es unterschiedlich.
Manchen gefällt's, andere ignorieren es. Nicht ob du ein Deckblatt hast, entscheidet, sondern wie es aussieht.
"Ein fehlendes Deckblatt fällt niemandem negativ auf. Ein schlechtes schon."
Simona Hübl
Co-Founder Nejo
Was für ein Deckblatt spricht
Was gegen ein Deckblatt spricht
- Kann überladen wirken. Zu viel Design, zu viele Infos, zu bunt, schnell wird's unruhig.
- Redundanz. Alles steht auch im Lebenslauf. Das Deckblatt wiederholt nur.
- Größere Datei. Bei Online-Bewerbungen zählt jedes Megabyte. Eine Seite mehr macht die PDF größer.
- Zeitaufwand. Ein gutes Deckblatt braucht Zeit für Gestaltung und Layout.
Risiko bei schlechter Umsetzung:
Ein schlecht gestaltetes Deckblatt schadet mehr als es nützt. Dann lieber keins.
Wann macht ein Deckblatt Sinn?

Ja zum Deckblatt:
- Umfangreiche Bewerbungsmappe mit vielen Anlagen
- Kreative Branchen (Design, Werbung, Medien)
- Du willst deine Design-Skills zeigen
- Postalische Bewerbung (als Titelblatt der Mappe)
- Führungsposition mit repräsentativer Funktion
Nein zum Deckblatt:
- Schlanke Online-Bewerbung
- Dateigröße ist begrenzt
- Du bist unsicher beim Design
- Minijob, Praktikum, Nebenjob (unnötig aufwendig)
- Initiativbewerbung (kurz und knapp ist besser)
Was gehört drauf?
Muss drauf:
- Überschrift: "Bewerbung als [Position]"
- Dein vollständiger Name
- Kontaktdaten (Telefon, E-Mail)
Sollte drauf:
- Wunsch-Starttermin ("zum 01.04.2026")
- Kurzes Zitat oder Motto
- Inhaltsverzeichnis der Anlagen
- Referenznummer aus der Stellenanzeige
Gehört nicht drauf:
- Fließtext oder ausführliche Beschreibungen
- Gehaltsvorstellungen
- Private Infos (Familienstand, Hobbys)
Deckblatt gestalten - die Grundregeln

Mach das:
- Einheitliches Design mit Anschreiben und Lebenslauf
- Klare Hierarchie: Name und Position prominent
- Dezente Farben, zur Branche passend
- Hochwertige Bildauflösung
- Lesbare Schrift (keine verspielten Fonts)
Lass das:
- Überladene Grafiken und Cliparts
- Zu viele Farben und Schriftarten
- Unprofessionelle Fotos
- Zu kleine oder zu große Schrift
- Abgeschnittene oder verzerrte Bilder
Das Deckblatt sieht idealerweise aus, als gehöre es zum Rest deiner Bewerbung. Gleiche Schriftart, gleiche Farben, gleiches Layout-Prinzip.
Wo platzierst du das Deckblatt in deiner Bewerbungsmappe?

Bei einer ausgedruckten Bewerbungsmappe kommt das Deckblatt ganz nach oben. Bei digitalen Bewerbungen hängt die Platzierung vom Format ab.
Bei Online-Bewerbungsformularen:
Oft gibt es keinen Platz für ein separates Deckblatt – dann fügst du es als erste Seite deines Anschreibens ein. Erlaubt die Plattform mehrere Dateien, kannst du es auch separat hochladen.
Bei E-Mail-Bewerbungen:
Wenn du deine Bewerbung per E-Mail abschickst, fügst du das Deckblatt als erste Seite in deinem Bewerbungs-PDF ein.
- Deckblatt
- Anschreiben/Motivationsschreiben
- Lebenslauf
- Optional: Dienstzeugnisse und Referenzen
- Optional: Ausbildungszeugnisse
Wenn du dich per E-Mail bewirbst, lies am besten auch diesen Beitrag.
Stile je nach Branche angepasst

Häufige Fragen
Fazit
Das Deckblatt ist Nice-to-have, kein Must-have. Wenn du unsicher bist, lass es lieber weg. Ein fehlendes Deckblatt fällt niemandem negativ auf – ein schlechtes schon.
Wenn du eins machst: Schlicht, professionell und konsistent mit dem Rest deiner Bewerbung.
Alles zu Anschreiben, Lebenslauf und Co. im Bewerbung schreiben Guide
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