Der große Arbeitsmarkt Radar 2025 Österreich

Der große Arbeitsmarkt Report 2025 – Österreich – Cover Illustration mit Österreich Fahne

Die Arbeitswelt befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel

Wirtschaftliche Rezession, technologische Entwicklungen, der demographische Wandel und sich verändernde Erwartungen der Arbeitnehmer:innen stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen.

Laut Statistik Austria verzeichnete der österreichische Arbeitsmarkt im Jahresdurchschnitt 2024 173.800 offene Stellen.

Für den Arbeitsmarkt Radar 2025 wurden 27.467 offene Stellen von Nejo mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz detailliert analysiert, um noch viel mehr über den aktuellen Status Quo am Arbeitsmarkt zu erfahren als bisher möglich.

"In einer Zeit der Unsicherheit gilt mehr denn je: Fundierte Entscheidungen können nur auf Basis von Daten getroffen werden. Oder wie Peter Drucker sagen würde: “You can’t manage, what you can’t measure.” Diese Einsicht leitet unsere Analyse."

Simona Hübl

CEO Nejo

Das Ergebnis bietet einen umfassenden Einblick in den österreichischen Arbeitsmarkt, der Arbeitgeber:innen, Arbeitnehmer:innen und Policy Makers in den kommenden Jahren helfen soll, den vielen Veränderungen, Herausforderungen und Chancen vorbereitet zu begegnen.

Was erwartet dich im Arbeitsmarkt Radar 2025?

  • Welche Benefits bieten Arbeitgeber in Österreich ihren Mitarbeiter:innen an? Wo gibt es Aufholbedarf?
  • In welchem Bundesland gibt es am wenigsten Möglichkeiten zur Arbeit im Home Office?
  • Welche Bildungsabschlüsse sind aktuell gefragt?
  • Wie gefragt ist eigentlich ein Masterabschluss?
  • Welche Technologie-Trends prägen den österreichischen Arbeitsmarkt von morgen?
  • Wie entwickelt sich der Markt für Green Jobs in verschiedenen Regionen?

Du möchtest den vollständigen Report herunterladen?

Am Ende dieses Beitrags kannst du den Arbeitsmarkt Radar 2025 kostenlos als PDF downloaden.

Methodik & Sample

Umfang und Datengrundlage

Der vorliegende Arbeitsmarkt Radar 2025 basiert auf einer umfassenden Analyse von 27.467 Stellenanzeigen, die am 22. April 2025 in Österreich ausgeschrieben waren. Diese Stellenanzeigen wurden mit Hilfe von speziell dafür entwickelter KI-Technologie systematisch ausgewertet, um aktuelle Trends, Anforderungen und Entwicklungen am österreichischen Arbeitsmarkt zu verstehen.

Datenerhebung – ein Querschnitt des Arbeitsmarktes

Für die Datenerhebung wurde ein eigens entwickelter, hochspezialisierten Web-Crawler eingesetzt, der Stellenanzeigen direkt von den Webseiten der Arbeitgeber extrahiert. Sämtliche analysierten Stellenanzeigen stammen ausschließlich von offiziellen Unternehmenswebseiten der Arbeitgeber, ohne Einbeziehung von externen Jobplattformen oder anderen Vermittlungsdiensten. Diese Methodik stellt sicher, dass der Datensatz keine Duplikate enthält und ein authentisches Abbild der tatsächlich verfügbaren Stellenangebote auf dem österreichischen Arbeitsmarkt liefert.

Branchen und Berufsgruppen Klassifikation

Für die Analyse und Kategorisierung der Berufe in der Nejo Stichprobe wurden die Berufsgruppen wie vom AMS Österreich verwendet herangezogen. Für die Zuordnung und Kategorisierung der Unternehmen wurde die "Klassifikation der Wirtschaftszweige 2008" (WZ 2008) verwendet, welche vom Statistischen Bundesamt Deutschland entwickelt und von der deutschen Bundesagentur für Arbeit für statistische Zwecke eingesetzt wird.

Gesamtrepräsentativität der Stichprobe

Es wird darauf hingewiesen, dass sich sämtliche im vorliegenden Bericht gezogenen Schlussfolgerungen primär auf die analysierten Daten beziehen, ohne wissenschaftlichen Anspruch auf Übertragbarkeit auf den gesamten österreichischen Arbeitsmarkt. Während die Analyse wertvolle Einblicke und Trends aufzeigt, sollte die Generalisierbarkeit der Ergebnisse stets vor dem Hintergrund der aufgezeigten methodischen Einschränkungen und identifizierten Abweichungen in der geografischen und Berufsgruppen-Verteilung betrachtet werden. Mehr Infos zur Einordnung der Gesamtrepräsentativität finden sich im ausführlichen Report, der am Ende dieses Beitrages zum kostenlosen Download zur Verfügung gestellt wird.

Österreich – Teilzeitland

Zahlen von Eurostat belegen: Österreich entwickelt sich zu einem absoluten Teilzeitland. Mit einer Gesamtteilzeitquote von etwa 30% liegt Österreich innerhalb der EU auf dem zweiten Platz – nur übertroffen von den Niederlanden (42,8%) und knapp vor Deutschland (28,8%), Der EU-Durchschnitt liegt mit 17,9% deutlich darunter.

Der von Nejo analysierte Datensatz zeigt interessante Ergänzungen zu den offiziellen Statistiken. Während die Statistik Austria eine Verteilung von etwa 81% Vollzeit-, 16% Teilzeitbeschäftigung und 3% geringfügigen Jobs unter den offenen Stellen im Jahresdurchschnitt 2023 aufweist, zeigt der von Nejo analysierte Datensatz eine noch höhere Teilzeitquote, die nahe an den von Eurostat veröffentlichen Zahlen zur Gesamtteilzeitquote liegt.

Balkendiagramm zum Vergleich der Stellenverteilung zwischen Statistik Austria und Nejo Sample, das die Anteile von Vollzeit (81% vs. 71%), Teilzeit (16% vs. 26%) und geringfügiger Beschäftigung (3% vs. 3%) zeigt.
Balkendiagramm zum Vergleich der Stellenverteilung zwischen Statistik Austria und Nejo Sample, das die Anteile von Vollzeit (81% vs. 71%), Teilzeit (16% vs. 26%) und geringfügiger Beschäftigung (3% vs. 3%) zeigt.

Das Vollzeit-Teilzeit-Spektrum: Von diversifiziert bis traditionell

Bei genauerer Betrachtung der Arbeitszeitmodelle lassen sich Branchen auf einem Spektrum von "diversifiziert" bis "traditionell" einordnen. Es zeigt sich, dass es je nach Industrie deutliche Unterschiede in der Verteilung der Beschäftigungsformen gibt.

"Diagramm zum Beschäftigungsstruktur-Spektrum nach Branchen, das die Verteilung von Teilzeit (lila), Vollzeit (grau) und geringfügiger Beschäftigung (blau) in verschiedenen Wirtschaftssektoren zeigt. Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht haben die höchsten Teilzeitanteile, während Baugewerbe und Land- und Forstwirtschaft die niedrigsten aufweisen.
"Diagramm zum Beschäftigungsstruktur-Spektrum nach Branchen, das die Verteilung von Teilzeit (lila), Vollzeit (grau) und geringfügiger Beschäftigung (blau) in verschiedenen Wirtschaftssektoren zeigt. Gesundheits- und Sozialwesen sowie Erziehung und Unterricht haben die höchsten Teilzeitanteile, während Baugewerbe und Land- und Forstwirtschaft die niedrigsten aufweisen.

Im Report findest du außerdem weitere Einblicke in die Branchen-Konzentration von Teilzeit Jobs und geringfügiger Beschäftigung.

Die Home-Office-Kluft

Die COVID-19-Pandemie hat flexiblen Arbeitsmodellen unbestritten Aufwind verschafft. Eine Analyse der Stellenanzeigen zeigt allerdings eine deutliche "Home-Office-Kluft" auf dem österreichischen Arbeitsmarkt:

  • Insgesamt bieten 23% der Stellenangebote die Möglichkeit zum Home-Office
  • In der höchsten Gehaltsklasse (über 3.100 Euro) liegt der Anteil an Jobs mit Home-Office-Option bei 49%
  • In der niedrigsten Gehaltsklasse wird Home-Office bei weniger als 2% der Jobs in Aussicht gestellt
Balkendiagramm zeigt den Anteil von Stellen mit Home-Office nach Gehaltsklassen. Bei Jobs über 3.100 Euro liegt der Anteil bei 49%, zwischen 2.400-3.100 Euro bei 23%, zwischen 1.700-2.400 Euro bei 7% und zwischen 1.000-1.700 Euro bei nur 1%. Die gestrichelte Linie zeigt den Durchschnitt aller Jobs bei etwa 23%
Balkendiagramm zeigt den Anteil von Stellen mit Home-Office nach Gehaltsklassen. Bei Jobs über 3.100 Euro liegt der Anteil bei 49%, zwischen 2.400-3.100 Euro bei 23%, zwischen 1.700-2.400 Euro bei 7% und zwischen 1.000-1.700 Euro bei nur 1%. Die gestrichelte Linie zeigt den Durchschnitt aller Jobs bei etwa 23%

Home-Office Möglichkeiten nach Bundesland

Die Analyse der Home-Office-Verfügbarkeit nach Bundesländern gibt Einblick in regionale Unterschiede am österreichischen Arbeitsmarkt.

Balkendiagramm zeigt den Anteil von Jobs mit Home-Office nach Bundesland. Wien führt mit 41%, gefolgt von Oberösterreich und Steiermark (je ca. 21%), Salzburg (ca. 20%), Kärnten (ca. 18%) und Tirol (ca. 15%). Niederösterreich, Burgenland und Vorarlberg liegen unter dem österreichischen Durchschnitt von ca. 23% (gestrichelte Linie).
Balkendiagramm zeigt den Anteil von Jobs mit Home-Office nach Bundesland. Wien führt mit 41%, gefolgt von Oberösterreich und Steiermark (je ca. 21%), Salzburg (ca. 20%), Kärnten (ca. 18%) und Tirol (ca. 15%). Niederösterreich, Burgenland und Vorarlberg liegen unter dem österreichischen Durchschnitt von ca. 23% (gestrichelte Linie).

Rechts-, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung führen das Branchen-Ranking an, mit 70% aller offenen Jobs, die Home-Office ermöglichen, gefolgt von der Versicherungsbranche, dem Energie-Sektor und Architektur- und Ingenieurbüros mit jeweils über 50%. Im Report findest du dazu weitere Einblicke.

Praxis vor Theorie: Gefragte Bildungsabschlüsse

Der Arbeitsmarkt Radar offenbart eine klare Präferenz für praxisorientierte Qualifikationen:

  • 36% der Stellen setzen eine abgeschlossene Berufsausbildung voraus
  • 30% nennen keine spezifischen Ausbildungsanforderungen
  • 16% erfordern einen Bachelorabschluss
  • Höhere akademische Grade wie ein Masterabschluss (1%) oder Doktorat (0,3%) sind explizit nur selten gefragt
Balkendiagramm zeigt die erforderlichen Bildungsabschlüsse bei Stellenangeboten in Österreich. Abgeschlossene Berufsausbildung führt mit 36%, gefolgt von 'Keine Anforderung angegeben' (29,5%), Bachelor (16,2%) und Pflichtschulabschluss (13,1%). Matura (3%), Master (1%), 'Keine Ausbildung erforderlich' (0,8%) und Doktor (0,3%) sind selten gefordert.
Balkendiagramm zeigt die erforderlichen Bildungsabschlüsse bei Stellenangeboten in Österreich. Abgeschlossene Berufsausbildung führt mit 36%, gefolgt von 'Keine Anforderung angegeben' (29,5%), Bachelor (16,2%) und Pflichtschulabschluss (13,1%). Matura (3%), Master (1%), 'Keine Ausbildung erforderlich' (0,8%) und Doktor (0,3%) sind selten gefordert.

Regionale Unterschiede in der Nachfrage nach akademischen Qualifikationen

Die Verteilung über die österreichischen Bundesländer zeigt ein klares Stadt-Land-Gefälle sowie regionale Wirtschaftsstrukturen, die sich in den Qualifikationsanforderungen widerspiegeln.

Balkendiagramm zeigt den Anteil von Jobs mit akademischem Abschluss nach Bundesland. Wien führt mit 28%, gefolgt vom Burgenland (18%), Tirol und Salzburg (je ca. 17%). Die Steiermark, Vorarlberg, Niederösterreich und Kärnten liegen im Mittelfeld (14-16%), während Oberösterreich mit 14% den geringsten Anteil aufweist.
Balkendiagramm zeigt den Anteil von Jobs mit akademischem Abschluss nach Bundesland. Wien führt mit 28%, gefolgt vom Burgenland (18%), Tirol und Salzburg (je ca. 17%). Die Steiermark, Vorarlberg, Niederösterreich und Kärnten liegen im Mittelfeld (14-16%), während Oberösterreich mit 14% den geringsten Anteil aufweist.

Die Nachfrage nach akademischen Qualifikationen variiert außerdem stark nach Branche, mit Forschung und Entwicklung (81%) sowie Rechts-, Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung (71%) an der Spitze. Weitere Einblicke dazu findest du im Report, den wir dir am Ende dieses Artikels zum kostenlosen Download zur Verfügung stellen.

Die Zukunft ist grün

Ein weiterer interessanter Aspekt der Arbeitsmarktentwicklung ist die Entstehung und das Wachstum sogenannter "Green Jobs" – Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt zum Umweltschutz beitragen.

Kreisdiagramm zeigt den Anteil von Green Jobs in Österreich. 19,9% aller analysierten Stellenangebote werden als Green Jobs klassifiziert (lila Segment), während 80,1% konventionelle Jobs sind (graues Segment).
Kreisdiagramm zeigt den Anteil von Green Jobs in Österreich. 19,9% aller analysierten Stellenangebote werden als Green Jobs klassifiziert (lila Segment), während 80,1% konventionelle Jobs sind (graues Segment).

Regionale Verteilung von Green Jobs in Österreich

Die Verteilung von Green Jobs zeigt regionale Unterschiede innerhalb Österreichs. Wien führt das Ranking mit dem höchsten relativen Anteil an umweltorientierten Stellenangeboten an, gefolgt von der Steiermark an zweiter Stelle. Diese beiden Bundesländer stechen als Vorreiter der grünen Transformation des Arbeitsmarktes hervor.

Balkendiagramm zeigt den Anteil von Green Jobs nach Bundesland. Wien und Steiermark führen mit ca. 25% bzw. 23%, gefolgt von Vorarlberg und Salzburg (ca. 20%). Niederösterreich, Tirol und Oberösterreich liegen im Mittelfeld (15-18%), während Kärnten (ca. 14%) und Burgenland (ca. 12%) die geringsten Anteile aufweisen.
Balkendiagramm zeigt den Anteil von Green Jobs nach Bundesland. Wien und Steiermark führen mit ca. 25% bzw. 23%, gefolgt von Vorarlberg und Salzburg (ca. 20%). Niederösterreich, Tirol und Oberösterreich liegen im Mittelfeld (15-18%), während Kärnten (ca. 14%) und Burgenland (ca. 12%) die geringsten Anteile aufweisen.

Die große Benefits Analyse: Was Unternehmen in Österreich bieten

Die Nejo Analyse offenbart interessante Einblicke, welche Benefits Arbeitgeber:innen ihren Mitarbeiter:innen anbieten.

"Im Durchschnitt werden in einer Stellenausschreibung 7 Benefits gelistet – ein Indikator dafür, dass Unternehmen auf attraktive Gesamtpakete setzen."

Aloisious Caraet

Data Scientist

Top Benefits im Ranking

Die folgende Grafik zeigt den prozentualen Anteil der analysierten Stellenausschreibungen in Österreich, die eine bestimmte Kategorie an Benefits anbieten.

Balkendiagramm zeigt die häufigsten Mitarbeiterbenefits in österreichischen Stellenausschreibungen. Weiterbildungsangebote führen mit 58%, gefolgt von Mitarbeiterrabatten (40%), flexiblem Arbeiten (38%) und abwechslungsreichen Aufgaben (36%). Am seltensten werden großzügige Elternzeit (1%), Nachhaltigkeit, ergonomischer Arbeitsplatz und gemeinnützige Ausrichtung (je 2%) erwähnt.
Balkendiagramm zeigt die häufigsten Mitarbeiterbenefits in österreichischen Stellenausschreibungen. Weiterbildungsangebote führen mit 58%, gefolgt von Mitarbeiterrabatten (40%), flexiblem Arbeiten (38%) und abwechslungsreichen Aufgaben (36%). Am seltensten werden großzügige Elternzeit (1%), Nachhaltigkeit, ergonomischer Arbeitsplatz und gemeinnützige Ausrichtung (je 2%) erwähnt.

Weiterbildungsangebote stehen mit deutlichem Abstand an der Spitze - 58% der analysierten Stellenanzeigen bewerben diese Möglichkeit. Dies unterstreicht die wachsende Bedeutung kontinuierlicher beruflicher Entwicklung. Hier zeigt sich allerdings eine interessante Diskrepanz: Laut einer großangelegten Manpower-Studie aus dem Jahr 2023 verfolgen 57% der befragten Mitarbeiter:innen Weiterbildungsmaßnahmen außerhalb ihrer Arbeit, weil betriebliche Schulungsprogramme ihnen keine relevanten Fähigkeiten vermitteln oder ihre Karriere nicht ausreichend fördern. Diese Kluft zwischen Angebot und tatsächlichem Nutzen könnte ein Hinweis darauf sein, dass Unternehmen zwar Weiterbildungen anbieten, die Qualität und Relevanz dieser Programme aus Mitarbeiter:innensicht jedoch noch ausbaufähig sind. Mitarbeiterrabatte folgen mit 40% auf Platz zwei im großen Benefit-Ranking, und verdeutlichen die Attraktivität finanzieller Vorteile jenseits des Grundgehalts.

Arbeitsumfeld und Work-Life-Balance im Mittelpunkt

Die Arbeitsgestaltung spielt eine wichtige Rolle: Flexibles Arbeiten (38%), Abwechslungsreiche Aufgaben (36%) und Aufstiegsmöglichkeiten (32%) werden häufig hervorgehoben. Innovative Ansätze wie Googles "20%-Zeit-Regel", bei der Mitarbeiter 20% ihrer Arbeitszeit für das Erlernen neuer Fähigkeiten aufwenden können, finden in österreichischen Unternehmen noch kaum Erwähnung. Solche Konzepte könnten in Zukunft möglicherweise die Lücke zwischen formaler Weiterbildung und tatsächlich benötigten Kompetenzen schließen.

Traditionelle vs. Moderne Benefits

Während traditionelle Vorteile wie vergünstigte Mahlzeiten (26%) und attraktive Vergütung (22%) nach wie vor relevant sind, finden neuere Konzepte wie Nachhaltigkeit (2%) oder mentale Gesundheitsförderung (3%) noch vergleichsweise selten Erwähnung. Angesichts der steigenden gesellschaftlichen Bedeutung dieser Themen besteht hier Nachholbedarf.

Familienfreundlichkeit mit Potenzial

Auffällig ist, dass explizit familienfreundliche Maßnahmen wie Kinderbetreuung (4%) oder großzügige Elternzeit (1%) noch relativ selten in Stellenanzeigen beworben werden, obwohl die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für viele Arbeitnehmer:innen ein wichtiges Kriterium darstellt.

Branchenspezifische Unterschiede bei Benefits

Die folgende Tabelle zeigt die drei am häufigsten genannten Benefits je Branche. Dabei lassen sich interessante branchenspezifische Muster erkennen.

Tabellarische Übersicht der drei häufigsten Mitarbeiterbenefits nach Branchen. Branchenspezifische Unterschiede zeigen sich deutlich: IT-Dienstleister betonen lockere Unternehmenskultur, Einzelhandel setzt auf Mitarbeiterrabatte, Energieversorgung auf flexibles Arbeiten. Weiterbildungsangebote sind branchenübergreifend wichtig, erscheinen bei Pharma, Gastronomie, Telekommunikation und öffentlicher Verwaltung an erster Stelle.
Tabellarische Übersicht der drei häufigsten Mitarbeiterbenefits nach Branchen. Branchenspezifische Unterschiede zeigen sich deutlich: IT-Dienstleister betonen lockere Unternehmenskultur, Einzelhandel setzt auf Mitarbeiterrabatte, Energieversorgung auf flexibles Arbeiten. Weiterbildungsangebote sind branchenübergreifend wichtig, erscheinen bei Pharma, Gastronomie, Telekommunikation und öffentlicher Verwaltung an erster Stelle.

Der Benefits-Bundesländer Vergleich

Bundesländervergleich von Mitarbeiterbenefits mit Farbcodierung. Wien bietet überdurchschnittlich flexibles Arbeiten und Öffi-Tickets. Niederösterreich punktet mit Familienfreundlichkeit und Urlaubstagen. Oberösterreich hat starke Unternehmenskultur. Regionale Unterschiede zeigen, dass Kärnten und Salzburg bei Mitarbeiterrabatten führen, während flexibles Arbeiten außerhalb Wiens selten ist.
Bundesländervergleich von Mitarbeiterbenefits mit Farbcodierung. Wien bietet überdurchschnittlich flexibles Arbeiten und Öffi-Tickets. Niederösterreich punktet mit Familienfreundlichkeit und Urlaubstagen. Oberösterreich hat starke Unternehmenskultur. Regionale Unterschiede zeigen, dass Kärnten und Salzburg bei Mitarbeiterrabatten führen, während flexibles Arbeiten außerhalb Wiens selten ist.

Sprachliche Barrieren trotz Fachkräftemangel

98,4% aller analysierten Stellenanzeigen setzen Deutschkenntnisse voraus. Wenn Deutschkenntnisse in Stellenanzeigen verlangt werden, sind die Anforderungen meist hoch.

Balkendiagramm zeigt die Anforderungen an Deutschkenntnisse in österreichischen Stellenanzeigen. Verhandlungssicheres Deutsch dominiert mit 89%, während fortgeschrittene Kenntnisse und Muttersprachniveau (je 4%), Basiskenntnisse (2%) und fließendes Deutsch (1%) selten gefordert werden.
Balkendiagramm zeigt die Anforderungen an Deutschkenntnisse in österreichischen Stellenanzeigen. Verhandlungssicheres Deutsch dominiert mit 89%, während fortgeschrittene Kenntnisse und Muttersprachniveau (je 4%), Basiskenntnisse (2%) und fließendes Deutsch (1%) selten gefordert werden.

Englischkenntnisse als Zusatzanforderungen

Neben den Deutschkenntnissen werden in vielen Stellenanzeigen auch Englischkenntnisse verlangt. Insgesamt fordern das 24,5% aller analysierten Jobs. Das Niveau dieser Englischkenntnisse teilt sich wie folgt auf.

Balkendiagramm zeigt die Anforderungen an Englischkenntnisse in österreichischen Stellenanzeigen. 78% der Jobs mit Englischanforderung verlangen verhandlungssicheres Niveau, gefolgt von fortgeschrittenen Kenntnissen (11%), Basiskenntnissen (8%) und fließendem Englisch (2%). Muttersprachliches Niveau wird praktisch nicht gefordert (0%).
Balkendiagramm zeigt die Anforderungen an Englischkenntnisse in österreichischen Stellenanzeigen. 78% der Jobs mit Englischanforderung verlangen verhandlungssicheres Niveau, gefolgt von fortgeschrittenen Kenntnissen (11%), Basiskenntnissen (8%) und fließendem Englisch (2%). Muttersprachliches Niveau wird praktisch nicht gefordert (0%).

Englischkenntnisse werden je nach Branche unterschiedlich häufig vorausgesetzt.

Die Grafik zeigt die "Top 10 Branchen mit höchstem Anteil an Jobs mit Englisch Anforderung". Die Balkendiagramme stellen den prozentualen Anteil der Jobs dar, bei denen Englischkenntnisse erforderlich sind (lila) versus Jobs ohne Englisch-Anforderung (grau). An erster Stelle steht "Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung" mit etwa 75% Englisch-Anforderung, gefolgt von "Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten" und "Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen" mit ca. 70%. Weitere Branchen sind IT-Dienstleistungen, Maschinenbau, Herstellung elektrischer Ausrüstungen, Beherbergung und Telekommunikation, mit absteigenden Englisch-Anforderungen. Die Grafik stammt von Nejo Analytics 2025.
Die Grafik zeigt die "Top 10 Branchen mit höchstem Anteil an Jobs mit Englisch Anforderung". Die Balkendiagramme stellen den prozentualen Anteil der Jobs dar, bei denen Englischkenntnisse erforderlich sind (lila) versus Jobs ohne Englisch-Anforderung (grau). An erster Stelle steht "Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung" mit etwa 75% Englisch-Anforderung, gefolgt von "Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten" und "Herstellung von pharmazeutischen Erzeugnissen" mit ca. 70%. Weitere Branchen sind IT-Dienstleistungen, Maschinenbau, Herstellung elektrischer Ausrüstungen, Beherbergung und Telekommunikation, mit absteigenden Englisch-Anforderungen. Die Grafik stammt von Nejo Analytics 2025.

Rein Englischsprachige Jobs: Die seltene Ausnahme

Nur 1,6% aller von Nejo analysierten Stellen erfordern keinerlei Deutschkenntnisse. Diese Zahlen verdeutlichen, dass der österreichische Arbeitsmarkt nach wie vor stark deutschsprachig geprägt ist. Die Verteilung der rein englischsprachigen Stellen in Österreich zeigt eine klare Dominanz des IT-Dienstleistung-Sektors. Dieser stellt etwa 40% aller offenen rein-englischsprachigen Jobs.

Ein Widerspruch: Fachkräftemangel und sprachliche Barrieren

Daten der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) von April 2024 zeigen, dass 82% der befragten Unternehmen vom Mangel an Arbeits- und Fachkräften betroffen sind. 25% der Betriebe leiden sogar unter sehr starkem Fachkräftemangel, weitere 34% unter eher starkem. Als eine der naheliegendsten Lösungen für das Problem des Fachkräftemangels werden heimische Unternehmen in Zukunft verstärkt internationale Fachkräfte anziehen müssen. Hier gibt es durch hohe Anforderungen an deutsche Sprachkenntnisse allerdings aktuell signifikante Hürden für internationale Kandidat:innen.

Nachgefragte Technologien am Arbeitsmarkt 2025

Die digitale Transformation hat in den letzten Jahren das wirtschaftliche Gefüge Österreichs zunehmend verändert. Unternehmen aller Branchen investieren in neue Technologien, um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihre Geschäftsprozesse zu optimieren. Die Daten von Nejo ermöglichen einen Einblick in die gefragtesten Technologietrends auf dem österreichischen Arbeitsmarkt. Diese spiegeln die strategischen Schwerpunkte der österreichischen Wirtschaft wider und können aufzeigen, wo Investitionen in Bildung und Weiterbildung besonders lohnend sein können. Die Grafik zeigt, wie viel % aller analysierten Jobs eine bestimmte Technologie als Anforderung oder Teil des Aufgabenspektrums anführen.

Die Grafik zeigt die "Gefragte Technologien am Arbeitsmarkt" als horizontales Balkendiagramm. Digital Health führt mit etwa 2,5% Nachfrage, gefolgt von Cloud Computing mit ca. 2,2%. Cybersecurity, AI/ML und Industry 4.0 liegen im mittleren Bereich mit 1,3-1,5%. Im unteren Mittelfeld befinden sich IoT, Robotics, Embedded Systems, Smart Manufacturing, Data Science und Big Data mit Werten zwischen 0,4-0,6%. Die geringste Nachfrage verzeichnen Robotic Process Automation, Augmented Reality, Blockchain, Edge Computing, Virtual Reality und Quantum Computing mit unter 0,2%. Die Daten stammen von Nejo Analytics 2025 und zeigen prozentuale Anteile der Technologienachfrage auf dem Arbeitsmarkt.
Die Grafik zeigt die "Gefragte Technologien am Arbeitsmarkt" als horizontales Balkendiagramm. Digital Health führt mit etwa 2,5% Nachfrage, gefolgt von Cloud Computing mit ca. 2,2%. Cybersecurity, AI/ML und Industry 4.0 liegen im mittleren Bereich mit 1,3-1,5%. Im unteren Mittelfeld befinden sich IoT, Robotics, Embedded Systems, Smart Manufacturing, Data Science und Big Data mit Werten zwischen 0,4-0,6%. Die geringste Nachfrage verzeichnen Robotic Process Automation, Augmented Reality, Blockchain, Edge Computing, Virtual Reality und Quantum Computing mit unter 0,2%. Die Daten stammen von Nejo Analytics 2025 und zeigen prozentuale Anteile der Technologienachfrage auf dem Arbeitsmarkt.

Führende Technologietrends

Die Nejo Analyse identifiziert auch die gefragtesten Technologiekompetenzen am österreichischen Arbeitsmarkt: Hier nimmt Cloud Computing den ersten Platz unter den meistgesuchten Technologiekompetenzen ein. Besonders gefragt sind Expert:innen, die Erfahrung mit führenden Cloud-Plattformen wie AWS, Microsoft Azure und Google Cloud haben und Unternehmen bei der Migration in die Cloud unterstützen können. Platz 2 der Technologie-Trends teilen sich Cyber Security und Künstliche Intelligenz. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung gewinnt die Absicherung kritischer Infrastrukturen und sensibler Daten an Bedeutung. Gleichzeitig treiben Fortschritte im Bereich der KI und des maschinellen Lernens Anwendungsfälle in der Prozessautomatisierung an. „Wir erwarten, dass die Nachfrage nach KI-Kompetenz kontinuierlich steigen wird“, sagt Aloisious Caraet, und spekuliert, dass in Zukunft die effiziente Anwendung von KI-Assistenten das neue Standard-Kriterium wie heute „MS Office Kenntnisse“ in Stellenanzeigen werden wird. Trotz des Hypes der vergangenen Jahre bleiben die praktischen Anwendungen von Blockchain, Virtual und Augmented Reality in Österreich eine absolute Nische am Jobmarkt.

Lade den vollständigen Report herunter

Der vollständige Arbeitsmarkt Radar 2025 Österreich bietet dir noch mehr Einblicke in den Arbeitsmarkt von heute. Er soll Arbeitgeber:innen, Arbeitnehmer:innen und Policy Makers dabei helfen, den vielen Veränderungen, Herausforderungen und Chancen vorbereitet zu begegnen. Aus diesem Grund stellen wir den Report zum kostenlosen Download hier bereit – für alle, die den Arbeitsmarkt von morgen verstehen möchten.

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